Die Alternative Linke setzt sich ein für radikal demokratische, radikal liberale, radikal ökologische, radikal soziale Veränderungen – in der Schweiz und weltweit. Die vorliegenden politischen Handlungs-Schwerpunkte sind kein umfassendes Parteiprogramm. Sie sind als Leitplanken und Entwicklungsrichtlinien zu verstehen. Sie zeigen auf, wofür sich die Alternative Linke auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene in nächster Zeit konkret einsetzen will. Die Alternative Linke wird jährlich Rechenschaft darüber ablegen, was sie zu diesen Punkten konkret unternommen hat.
1. Recht auf Existenzsicherung
Voraussetzung für jede Emanzipation ist die materielle Existenzsicherung. Die Alternative Linke unterstützt alle Bestrebungen, Erwerbstätigen und Erwerbslosen, Rentenabhängigen und Personen in Ausbildung ein Leben in Würde zu gewährleisten. Sie engagiert sich namentlich für existenzsichernde Mindestlöhne und eine ausreichende Altersversorgung auf solidarischer Basis.
2. Mitentscheidung für alle
Die Alternative Linke setzt sich dafür ein, dass alle Frauen und Männer, die sich auf dem Staatsgebiet der Schweiz aufhalten, möglichst umfassend und gleichberechtigt mitbestimmen und mitentscheiden können. Sie engagiert sich für das aktive und passive Wahlrecht und das Stimmrecht für Ausländerinnen und Ausländer. Sie tritt dafür ein, dass alle auf Schweizerboden Geborenen Anspruch auf Staatsbürgerschaft haben.
3. Bürgerfreiheit statt Kontrollstaat
Die Alternative Linke anerkennt und unterstützt die Rolle des Staates zur Sicherung von Grundbedürfnissen und zur Korrektur gesellschaftlicher Ungleichheiten. Sie wendet sich jedoch entschieden gegen alle staatlichen und privaten Bestrebungen und Tendenzen zu Kontrolle und Bevormundung von privaten Verhaltensweisen und von Lebensentwürfen, die von der Mehrheitsgesellschaft abweichen. Sie bekämpft alle Formen von Notrecht und Sondergesetzen für einzelne Gruppen. Sie lehnt den Irr- und Allmachtsglauben an eine absolut sichere Gesellschaft dank umfassender Prävention und Überwachung entschieden ab.
4. Ökologischer Kurswechsel
Die Alternative Linke hinterfragt grundsätzlich die Logik profitgetriebener Wachstumsmodelle, den grenzenlosen Konsum und Verbrauch an Boden und Ressourcen. Sie prüft und engagiert sich für dezentrale Modelle der Versorgung als mögliche Alternativen zu grosstechnologischen und globalisierten Versorgungs- und Handelsstrukturen, namentlich im Bereich der Energie und der landwirtschaftlichen Güter. Die Alternative Linke setzt sich entschieden dafür ein, dass Nachhaltigkeit und ökologisches Verhalten kein soziales Privileg der Habenden bleibt, sondern allen offensteht.
5. Sozialer Ausgleich durch Umverteilung
Die Alternative Linke setzt sich dafür ein, dass öffentliche Haushalte konsequent nach dem Grundsatz der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit finanziert werden. Sie lehnt Steuerprivilegien wie Pauschalsteuern entschieden ab. Sie kämpft gegen unsoziale Kopfsteuern wie bei den Krankenkassen und gegen eine Umlagerung von direkten progressiven Steuern zu indirekten Konsumsteuern. Sie fordert Chancengleichheit und Absage an die Feudalisierung der Schweiz mittels einer eidgenössischen Erbschaftssteuer.
6. Solidarische Teilhabe statt private Abzocke
Ziel der Alternativen Linken ist eine solidarische Gesellschaft ohne Ausbeutung. Gesellschaftliche Grundbedürfnisse – namentlich der Zugang zu Bildung und Gesundheit, die Versorgung mit Wasser, Strom und leitungsgebundenen Energien, der öffentliche Verkehr, zentrale Netz- und Kommunikations-Infrastrukturen und die Entsorgung – gehören in die öffentliche Hand und unter direkte demokratische Kontrolle der Bevölkerung. Unternehmensformen wie Genossenschaften, die auf den gemeinsamen Nutzen abzielen, geniessen Vorrang vor profitorientierten. Eigentum, ganz speziell das Eigentum an Grund und Boden, ist mit sozialen Pflichten verbunden. Produzentinnen und Produzenten haben Anspruch auf Mitbestimmung und Anteil am erwirtschafteten Erfolg.

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